TourneeOper Mannheim mit Zauberflöte in Johanniterschule

Johanniterschule Münzenberg-Gambach

Datum

Geschenk des Freundeskreises Burg und Stadt Münzenberg: Musik für mehr Chancengleichheit

Münzenberg (Müh). – „Freude wird größer wenn man sie teilt“ und „Vorfreude ist die schönste Freude“ – diese beiden Volksweisheiten trafen jüngst perfekt die Stimmungslage beim Freundeskreis Burg und Stadt Münzenberg. Anlässlich des 775. Geburtstags der Stadt Münzenberg hatten die Verantwortlichen des Freundeskreises Burg und Stadt Münzenberg für 2020 ein umfangreiches Programm vorbereitet, um das Jubiläum mit den Münzenbergern, aber auch mit Gästen aus nah und fern gebührend zu feiern. Auch ein dickes musikalisches „Geburtstagsgeschenk“ für die Johanniterschul-Kinder war gepackt.

Corona kam dazwischen. Jubiläumsfeiern fielen aus – und die Kinder mussten mit dem „Auspacken“ ihres Geschenks warten. Doch jetzt war es soweit. Im Hof der Johanniterschule in Gambach rollte der bunte Bus der TourneeOper Mannheim vor. An Bord alle Zutaten für eine Spritztour in die geheimnisvollen Reiche von Sonnenkönig Sarastro und seiner Gegenspielerin, der Königin der Nacht.

Valerie Wilhelm (Sopran) und ihr Kollege Nico Lindheimer (Bariton) entführten in zwei Aufführungen alle Schülerinnen und Schüler der beiden Johanniterschulstandorte in die kindgerecht inszenierte Opernwelt von Mozarts „Zauberflöte“. Das junge Publikum erlebte gebannt die Geschichte von Prinz Tamino und Vogelfänger Papageno bis hin zum glücklichen Ende, an dem die beiden nach schweren Prüfungen zu ihren Liebsten Pamina und Papagena finden. Kaum retten konnten sich am Ende der Aufführung Valerie und Nico vor den vielen Fragen der jungen Gäste. „Habt ihr in echt gesungen?“, wollte jemand wissen. Und ein anderer fragte: „Wie habt ihr es geschafft, euch so schnell umzuziehen“. Geduldig gaben die Künstler Antwort um Antwort – und verteilten im Anschluss reichlich Autogramme als Andenken.

An diesen Vormittag werden sich die Gambacher, Münzenberger, Ober-Hörgerner und Traiser Grundschulkinder noch lange erinnern. Sie haben erlebt, dass Oper nicht anstrengend und altbacken ist, sondern eine zeitgenössische Kunstform, die weit mehr zu bieten hat, als man denkt! Möglich war dieses einmalige Erlebnis nur dank des großzügigen Geschenks vom Freundeskreis Burg und Stadt Münzenberg. Hintergedanke seitens des Freundeskreises: „Das gemeinsame Erlebnis Oper erzeugt das Empfinden von Gemeinschaft und hilft den Kindern, Gefühle zum Ausdruck zu bringen. Klassische Musik ist eine Sprache, die alle Kinder verstehen, unabhängig der kulturellen oder sozialen Herkunft. Unabhängig vom Bildungshintergrund wollen wir ein kleines Stück weit dazu beitragen, dass so die Chancengleichheit der Kinder gefördert wird“, so Uwe Müller, der erste Vorsitzende des Freundeskreises Burg und Stadt Münzenberg. Und das ist mit der Aufführung der TourneeOper trefflich gelungen. Ganz herzlich bedankte sich die ganze Schulgemeinde beim Freundeskreis Burg und Stadt Münzenberg und beim Kultursommer Mittelhessen, der im Rahmen des Jungen Kultursommers diese Veranstaltung unterstützte.

Eingerahmt von kleinen „Papagenis“ und Vorstandsmitgliedern des Freundeskreises Burg und Stadt Münzenberg eröffnete Schulleiterin Petra Müller (Mitte) den Opern-Vormittag in der Johanniterschule. Von links: Frank Heitmann, Sven Peter Müller sowie Haris Laspoulas und Uwe Müller (Text/Foto: Müh).

Autsch – erwischt! Papagena (Valerie Wilhelm) hat ihren Papageno (Nico Lindheimer) mal wieder dabei erwischt, wie er den „Papageni“-Kindern etwas vorflunkert. Das gab mächtig Ärger (Text/Foto: Müh).